Kalifornien - Nevada - Arizona

23. März - 13. April 2002

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Den Text hat überwiegend Elke geschrieben, ich wäre damit in 100 Jahren noch nicht fertig geworden. Danke Elle ! Vorab möchte ich noch sagen, dass der Frühling - trotz unserer Bedenken - eine gute Reisezeit ist. 1 - 2 Wochen später wäre optimal gewesen. Die Temperaturen sind angenehm und es ist noch nicht überlaufen. Sicher ist im Herbst das Licht zum Fotografieren interessanter, aber man kann nicht alles haben.

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23. März 2002 - Samstag
Hamburg – London – Los Angeles. Frühes Kommen sichert gute Plätze. Darum war Tina dafür, schon 3 Stunden vor Abflug in Hamburg einzuchecken. Nach 30 Min. waren wir unsere Koffer los und konnten noch in Ruhe einen Kaffee trinken. Am Schalter, der nur von einer Dame besetzt war, standen inzwischen bestimmt 100 Leute.

Beate und Annika warteten, bis Gisela und Tina durch die erste Kontrolle gegangen waren. Der Flug nach London verlief ereignislos. Nach der Ankunft musste Gisela erst einmal ihrem Laster frönen. Elke, die aus München kam, haben wir in London dann auch schnell gefunden und die restliche Wartezeit bis zum Weiterflug verging rasch. Nicht einmal Zeit für ein Bier hatten wir !

Um 15 Uhr ging es weiter nach LA ! Der Flug war O.K., leider gab es zum Essen nur noch "Fish" als wir endlich mit dem Essen dran waren, aber der Hunger treibt es rein. Schön war, dass jeder Passagier inzwischen einen eigenen kleinen "Fernseher" im Sitz vom Vordermann hatte.

Ankunft in LA - Die Einreise in die USA ging auch ziemlich schnell, nur Tina musste blöde Fragen beantworten. "Wann waren Sie zuletzt in den USA ? Warum ? Wie lange ?"

Auto abholen, die ersten Fahrversuche auf dem Parkplatz. "Diskettenkapitän Tina" hatte für die ersten Tage in LA das Ruder in der Hand. Gott sei Dank war unser Hotel nur ca. 20 Min. vom Flughafen entfernt. 

Das "Marina Del Rey International" war nach nur einmaligem Verfahren gefunden. Lisi (aus Florida kommend) war schon da und hatte unser Zimmer schon bezogen. Zur Feier des Tages gingen wir dann noch zu einem Mexikaner. Gisela und Tina machten sich schon einmal mit dem "Budweiser" vertraut - wir haben uns schnell daran gewöhnt.

LA ist nicht so schön, wie ich es mir immer vorgestellt habe, aber es lohnt auf jeden Fall sich dieser Stadt zu "nähern". Allein die Strände, die Halbinsel Palos Verdes und das schöne Wetter sind eine Reise wert. Für die vielen Museen hatten wir leider keine Zeit. Beim nächsten Mal !

 

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24. März 2002 - Sonntag
Frühstück im Hotel. Unterwegs wollen wir natürlich nicht frühstücken gehen, sondern uns mit Pappbrot und Creamcheese aus der Kühltasche über Wasser halten, ist doch am billigsten.

Lisi traf sich mit Freundinnen, die sie im Internet kennengelernt hatte, der Rest vom Team fuhr die paar Kilometer nach Venice Beach. Parkplatz für 6 Dollar für den ganzen Tag fanden wir o.k. Wir laufen Richtung Santa Monica.

Gisela glaubt zu diesem Zeitpunkt noch, dass wir nur mal kurz zum Strand schauen wollen. Da Santa Monica zum Greifen nahe vor uns lag, liefen wir die ca. 3 km bis zum Vergnügungspark und auf der Promenade wieder zurück. Mittlerweile hatten wir einen Sonnenbrand. Warum sollte man sich auch in Kalifornien vor der Sonne schützen ? Elke kaufte sich noch einen "topmodernen" Häkelhut und hieß ab sofort "Ponyhütchen".

Wir traten die Rückfahrt an, beschlossen dann aber noch bis nach Palos Verdes runter zufahren. Der Weg hat sich wirklich gelohnt !

Hinter Redondo Beach, kommt der Highway Nr. 1 der Küste sehr nah, die Fahrt entlang der Halbinsel Palos Verdes, lohnt sich auf jeden Fall. Eine sehr schöne Gegend mit tollen Villen und vielen Golfplätzen.

Point Vicente Lighthouse: Für diese Fotos musste ich über einen 2 Meter hohen Zaun klettern, der die Besucher daran hindern sollte zu nah an die Klippen zu gehen, die wohl schon zu weit ins Meer abgerutscht waren. Was tut man nicht alles für ein gutes Foto.

Leider konnte Tina die Damen nicht mehr überreden, an diesem Abend noch auf den Hollywood Boulevard zur Oscar-Verleihung zu fahren (Anmerkung Tina: So dicht werde ich nie wieder an Josh Hartnett herankommen - ist sie aber doch 6 Jahre später). So haben wir uns die Verleihung im TV angesehen. Wir haben aber nicht einmal mehr bis zum besten Hauptdarsteller ausgehalten. War doch ein anstrengender Tag !

{Fotos vom Tag}

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25. März 2002 - Montag
Heute stand auf dem Programm - Universal Studios - Hollywood Boulevard - Mann's Chinese Theater - Observatorium.

Es schien uns am einfachsten, mit dem Auto zum Hollywood Boulevard zu fahren und dort den ganzen Tag zu parken (das empfahl auch der Reiseführer). Nach einer Fahrt von fast 2 Stunden hatten wir dann auch endlich Hollywood erreicht. Die Ausmaße dieser Stadt sind einfach gewaltig.

Wir fanden im Hotel Roosevelt, direkt am "Walk of Fame", unseren ersten "Valet-Parkplatz" für 18 Dollar am Tag. Ganz cool haben wir dort unser Auto abgegeben und sind mit der U-Bahn zu den Universal Studios gefahren.

45 $ Eintritt hat der Besuch gekostet. Man bekommt eine Menge geboten, wir haben, um uns einen Überblick zu verschaffen, mit der Rundfahrt begonnen. Ohne Wartezeit ging es gleich los. Der Frühling ist einfach eine tolle Reisezeit - nirgendwo mussten wir lange warten ! Wir fuhren an Serien-Häusern vorbei und auch an den Studios in denen noch gedreht wird. Leider durften wir nicht hinein.

Zum Hard Rock Cafe mussten wir natürlich auch noch, um Elkes Stickersammlung zu vervollständigen. 

Zurück auf dem Hollywood Boulevard haben wir uns erst einmal die Unterschriften und Handabdrücke von mehr als 180 Stars vor dem Mann's Chinese Theater angesehen. Vom Boulevard selber waren wir ein bisschen enttäuscht. Ziemlich schmutzig und wenig Glamour. Hinter dem Kodak Theatre konnte man das berühmte Hollywood-Sign erkennen. Das ursprünglich einmal als HOLLYWOODLAND auf Bauland aufmerksam machen sollte, der Rest jetzt aber zum Markenzeichen der Filmindustrie geworden ist. Von der Oscarverleihung war im neuen Kodak Theatre leider nicht mehr viel zu sehen. Auch die großen Statuen waren schon abgebaut.

Als krönenden Abschluss dieses Tages sind war dann noch zum Griffith Park Obersavtory & Planetarium rauf gefahren. Dort oben konnte man die wirklichen Ausmaße von LA erkennen. 

Danach wieder durch die Stadt gequält und noch in "Ralph's Supermarkt" (24 Stunden geöffnet - ein Traum von Supermarkt !) Getränke und die ersten Lebensmittel, wie Chips, Obst, Brot und Kekse eingekauft und ins Bett gefallen - den nächsten Tag sollte es dann nach Las Vegas gehen.

{Fotos vom Tag}

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26. - 29. März 2002 - Dienstag - Freitag
Die Fahrt auf der I-15 nach Las Vegas durch die Mojave Wüste war schön ! Wir nahmen den schnellen Weg über die I-15. Endlich raus dieser großen Stadt. Kurz vor LV liegt das tolle Barstow Outlet, dass wir natürlich erst einmal stürmen mussten. Nach diesem Einkauf hatte Tina bereits ihr Zoll-Limit überschritten. Das wussten wir aber zu diesem Zeitpunkt nicht. Wir haben noch nie über den Zoll nachgedacht !

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak; 1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22% oder 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22% oder 2 l Schaumwein; 2 l Tafelwein; 500 g Kaffee oder 200 g Kaffeeauszüge; 50 g Parfüm oder 250 ml Eau de Toilette; Geschenke bis zu einem Gesamtwert von 350 DM (178,95 EUR) (Stand 2002).

Das ist echt ein Witz ! Wer macht solche Gesetze ?

Die Ghost Town "Calico" haben wir links liegen lassen. Diese Stadt ist zu einem Vergnügungspark verkommen, unterwegs gab es noch "echte" Ghost Towns, die sich wirklich lohnten. Als wir uns dann LV näherten, konnten wir schon unser Hotel  das "Luxor" sehen. Ganz klein sah es aus. Das täuschte aber gewaltig.

Das Luxor: Hinter einem Obelisken und einer Sphinx - beide größer als in Gizeh - ragte eine schwarz glänzende Riesenpyramide auf, die 1992 - 93 in nur 20 Monaten erbaut wurde. Ca. 2.500 Zimmer, im 100 m hohen Atrium hätten 9 Jumbo-Jets Platz.

Wir fuhren am Hotel vor und entschieden uns für "Self-Parking". Es stellte sich aber heraus, dass der Self-Parkplatz ca. 3 km weit weg vom Hotel war. Nach einem Lachkrampf entschieden wir uns "auf dicke Hose" zu machen und "Valet" zu parken. Besonders cool lief das dieses Mal nicht ab. Völlig hektisch rissen wir unser Gepäck aus dem Auto, das auf einen Kofferwagen geladen wurde. Es würde automatisch auf das richtige Zimmer gebracht werden, hieß es.

Dann einchecken und rauf aufs Zimmer. Als die Koffer kamen, hatten wir für den Herren "nur" 2 Dollar Trinkgeld. Tina war schon klar, daß bei 8 Gepäckstücken eigentlich 8 Dollar fällig gewesen wären, aber das war ihr zu viel. Der "Bellboy" guckte Elke wütend an und rauschte davon.

Höhepunkt am Mittwoch war das Hilton Hotel mit seiner Star Trek-Ausstellung und dem sensationellen Shuttle-Ride. Für 25 $ kann man sich dort den ganzen Tag aufhalten und den Ride so oft mitmachen, bis einem schlecht ist. Elke und Lisi war schon nach dem ersten Mal schlecht. Man kam sich vor, als sei man wirklich auf der Enterprise. Leider durften wir auf der Brücke und im Shuttle nicht fotografieren.

Dafür lernten wir im Restaurant später "echte" Klingonen und Cardassianer kennen und erfuhren nebenbei, dass auch Klingonen in Deutschland studieren. Im Giftshop konnte man sogar "Tribbles" und "Trikorder" kaufen. Eine lebensgroße Statue von Captian Picard als Borg war für 5000 Dollar käuflich zu erwerben.

Abends hätten wir uns gern die "Blue Men-Show" ansehen, die bei uns im Luxor lief, aber leider waren keine Karten mehr zu bekommen. Wir hätten doch vorher von Deutschland aus per Internet reservieren müssen.

Donnerstag haben wir dann einen Ausflug in "Valley of Fire" gemacht. Das Tal des Feuers hat seinen Namen von den 150 Mill. Jahre alten roten Sandsteinformationen, die besonders bei schräg stehender Sonne für eine irre Farbexplosion in verschiedenen Rot-Tönen sorgen. Außer für seine Natur ist das Valley of Fire berühmt wegen der uralten Felsbildkunst. Bei der Fülle seiner landschaftlichen und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten ist es kein Wunder, dass das Gebiet 1935 als Nevadas erster State Park geschützt wurde.

Zum Abschluss des Tages haben wir uns dann noch einige Wedding-Chapels und eine "Drive Through"-Hochzeit angesehen. Die spinnen, die Amis !!!!  

{Fotos vom Tag}

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29. März 2002 - Freitag
Einer unserer größten Streckenabschnitte lag vor uns. Bis zum Crand Canyon sollte es gehen. Deshalb klingelte der Wecker auch schon um 5.30 Uhr. Um 7 verließen wir das Luxor. Die Zimmerschlüssel durften wir als Andenken behalten.

Ein letztes Mal ließen wir uns dekadent den Wagen vorfahren, gaben reichlich Trinkgeld (was den Empfänger in wahren Überschwang stürzte) und verließen Las Vegas auf der 93 in Richtung Hoover Dam, der mit seinen 222 Metern der höchste der Welt ist.

Der Hoover Damm wurde in nur vier Jahren erbaut. Dies war nur möglich mit Tausenden von Arbeitern, die rund um die Uhr schufteten. Der Damm deckt den Wasserbedarf von 15 Mill. Menschen. Zum Parken sollte man das mehrstöckige Parkhaus ansteuern. Auf dem Damm selbst kann man nicht halten.

Wir parkten im neuen Parkhaus und liefen zu Fuß über den Damm. In der Mitte des Dammes werden die Uhren um eine Stunde auf die Arizona-Time vorgestellt. Übrigens trafen wir hier auf eines der ersten Zeichen/Reaktionen der strengeren Überwachung seit den 11. September. Der Damm wurde auf beiden Seiten von Polizeikontrollen überwacht. Dann ging es weiter, teilweise auf der Route 66, in Richtung Grand Canyon. Wir kamen am Spätnachmittag dort an und fuhren auch gleich durch zum South Riem. Eintritt für den Park: 20 $ pro Auto.

Ging es erst durch Flachland, so kamen wir bei Erreichen des Parks in einen Wald. Es war schon irre, wie sich beim Weiterfahren plötzlich zwischen den Bäumen der Canyon Rand auftat.  Es braucht einige Zeit um die Größe dieses Canyons zu begreifen. Wir waren mindestens 10 Minuten sprachlos. 

Wir fuhren am Rand entlang und warteten auf den Sonnenuntergang. Der ist im Frühjahr leider noch nicht ganz schön wie im Sommer und Herbst. Der Grand Canyon war einer der Höhepunkte dieser Reise ! Die Bilder sprechen für sich denke ich !

Auf dem Rückweg hielten wir dann noch in Tusayan um kurz einzukaufen, na was schon, Chips, Bier und Kekse, und um uns im IMAX den Film über die Geschichte und die Entdeckung des Grand Canyon durch die Spanier anzusehen. Der Film ist absolut zu empfehlen, allerdings nicht für Leute mit schwachem Magen – Gisela und Elke wurde bei den rasanten Flügen über den Canyon wieder schlecht.

Übernachtet haben wir dann in Williams in einem Howard Jones Express . Es war bereits nach 21 Uhr, als wir uns ein Motel suchten. In der Hauptsaison ist das natürlich unmöglich. Am besten plant man die Tour so, dass man in den großen Städten wie Los Angeles, Las Vegas und San Francisco die Hotels von Deutschland aus bucht. Das ist billiger und man kann die Stadteile besser wählen. Alle anderen Motels lassen sich prima auf dem Weg direkt buchen. So ist man nicht so abhängig und flexibler.

{Fotos vom Tag}