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Der Süden - 1. - 24. Oktober 1999 Louisiana - Mississippi - Alabama - Florida - Georgia - South Carolina - North Carolina - Tennessee |
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x Die Crew: Elke und Tina Vom Winde verweht, Tiefer Süden, Fackeln im Sturm, Magnolien aus Stahl - das sind Filme und Bücher, die nicht nur begeistern, sondern auch den Wunsch in uns weckten, einmal in die Südstaaten der USA zu fahren, um diese Landschaft, Plantagenhäuser und Städte mit eigenen Augen zu sehen. Wir flogen von Hamburg über Atlanta nach New Orleans, von dort ging es an der Küste vom Golf von Mexiko entlang Richtung Savannah und Charleston. Dann ins Landesinnere zu den Blue Ridge Mountains und Great Smoky Mountains. Über Chattanooga, Lynchburg nach Atlanta, von wo aus wir dann wieder zurück in die Heimat flogen. Der große Dank für das Korrektur lesen geht wie immer an Beate. Das ausgerechnet die zwei größten Rechtschreibdilettanten ihre Reisetagebücher veröffentlich müssen ! Die Reisezeit war optimal gewählt. Wir hatten unterwegs keine Probleme Motels zu finden und es war die meiste Zeit noch warm. Nur sollte man in den Smoky Mountains, zumindest an den Wochenenden, wenn der Indian Summer beginnt, reservieren. Wir hatten doch einige Schwierigkeiten etwas zu finden. Insgesamt haben wir in diesen drei Wochen 4.423 km zurückgelegt. Map |
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| 2.
Oktober 1999 - Samstag
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| Um 11.30 Uhr saßen wir im Flugzeug nach Atlanta. Beate, Alex, Maren und Christina haben uns am Flughafen verabschiedet.
Nachdem wir das Gepäck aufgegeben hatten sind wir noch bummeln gegangen und dann pünktlich losgeflogen. Umsteigen in London, dann flogen wir mit Delta Airlines weiter in die USA.
15.45 Uhr - Local Time - dachten wir ! So genau hatten wir es leider im Flugzeug nicht mitbekommen. Später im Flughafen stellten wir fest, dass unsere Zeit offensichtlich nicht mit der im Flugzeug genannten übereinstimmte. So hätten wir fast unseren Flug nach New Orleans verpasst ! Dazu kam, dass der Flughafen in Atlanta WIRKLICH groß ist und wir bis zum Gate weit laufen mussten. Aber zum Glück gab es ja überall Uhren, die uns auf unseren Irrtum aufmerksam machten, so haben wir gerade noch unseren Anschlussflug erreicht. Später in New Orleans klappte dann alles um so besser. Wir sind mit einem kleinen Shuttle-Bus direkt vor unser Hotel gefahren worden. Es war heiß und es herrschte eine hohe Luftfeuchtigkeit. Wir waren ziemlich kaputt. Gleich nachdem wir die Zimmer im Landmark French Quarter Hotel (in der North Rampart Street am Rande des French Quarter, sehr zu empfehlen, gehört jetzt zur Best Western-Kette) bezogen hatten, machten wir noch einen kleinen Spaziergang durch das Viertel um etwas zu essen, dann aber ab ins Bett. |
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| 3.
Oktober 1999 - Sonntag
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| Wir sind natürlich
sehr früh aufgewacht und auch gleich aufgestanden. Es war heiß und schwül
und die Klimaanlage war so laut, dass wir sie nachts nur sporadisch laufen
lassen konnten. Elke war kurz schwimmen, dann ging es nach einem Kaffee und
ein paar Keksen los, um New Orleans, die größte Stadt Louisianas, zu
erkunden.
Das French Quarter bildet das Herz von New Orleans. Der Baustil in dem Viertel ist beispiellos: Die schmiedeeisernen Balkone erinnern an die französische Epoche, die großen Türbögen und die Innenhöfe eher an die Zeit der Spanier, die in nur wenigen Jahrzehnten ihrer Herrschaft deutliche Spuren hinterlassen haben und deren Anwesenheit auch heute noch durch die eingemauerten alten Straßenschilder deutlich wird. Alle Häuser im French Quarter stehen auf Stelzen, da dieser Stadtteil unterhalb des Wasserspiegels liegt. Später wollten wir im "Court of Two Sisters" richtig frühstücken gehen. Das Jazz-Brunch-Büfett hatten wir bereits von Deutschland aus per Internet gebucht. Aber bis dahin war noch etwas Zeit. Deshalb sind wir erst mal zum Jackson Square und der Sankt Louis Cathedral gegangen. |
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| Langsam bekamen wir
Hunger und gingen Richtung "Court
of two Sisters" (613 Royal St.) - wohl der berühmteste Innenhof
des French Quarter. Der Jazz-Brunch am Sonntag ist ein MUSS.
Es war wie ein Traum - im Garten unter Bäumen sitzend, ein riesiges französisch-kreolisches Büfett mit warmen und kalten Speisen, leckeren Torten und Obst. Dazu spielte eine kleine Jazz-Band. Wir haben uns dumm und dusselig gegessen. Zum Nachtisch gab es leckeren Pecan-Pie. Danach waren wir so satt, dass wir erst mal einen richtig langen Verdauungsspaziergang brauchten. Also ging es weiter zum French Market. Hier gab es in teilweise offenen Hallen einfach alles, z.B. Gewürze, Gemüse, riesige Kürbisse, scharfe Chilischoten und süßes Gebäck. Dann sind wir kurz zurück ins Hotel gegangen, um alle Einkäufe von unterwegs abzuladen. Aber zum Ausruhen blieb keine Zeit, es ging gleich weiter zur Louis Armstrong Statue im gleichnamigen Park.Neben dem Park lag der St. Louis Cemetery. Hier wurde u.a. eine Szene aus "Easy Rider" gedreht. Der Reiseführer empfahl, hier nur geführte Touren zu machen, allein sei der Friedhof zu unsicher. Wir haben trotzdem mal hineingeschaut, aber der Friedhof war eh geschlossen. War vielleicht besser so. |
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| Über die Bourbon
Street schlenderten wir zurück
zu Hotel. Die
Bourbon Street selbst fanden wir nicht so schön. New Orleans ist die einzige
Stadt der USA, in der man Alkohol auf offener Strasse trinken darf. Wehe, wenn
sie losgelassen. Dementsprechend dreckig
sah die Straße dann am Morgen danach aus. Nun brauchten wir aber erst einmal
eine Pause an der Hotel-Bar. Gin Tonic für Elke und ein Bier für Tina. Dann
haben wir uns im Hotelzimmer gesammelt.
Später sind wir dann noch im "Fritzels" gelandet eine Jazz-Kneipe, in der viele Deutsche auftreten - es war sehr lustig. Tina wurde sogar zu einem "Second-Line-Dance" animiert. Wer mochte, schnappte sich einen Schirm, die es im Fritzels an der Bar gab, dann zog man in einer Polonäse hinter dem Trompeter her. Der "Second-Line-Dance" wird auch nach Beerdigungen getanzt. Die Trauergesellschaft zieht dann mit winkenden Schirmen tanzend vom Friedhof. Irgendwann stellten wir fest, daß uns der Sänger der Jazzband irgendwie bekannt vorkam. Es war Peter Petrel, Schlagerstar aus Norddeutschland. Natürlich wurde Jazz gespielt und keine Schlager ! Erstaunlich gut, selbst die Amis waren begeistert: "He has a black voice" hieß es. Wir haben uns noch mit einem netten amerikanischen Ehepaar unterhalten. Aber wie immer, wenn man die Zeitverschiebung in den Knochen hat, blieben wir nicht sehr lange. Was der Amerikaner gar nicht glauben konnte, wir seien doch schließlich in New Orleans. |
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| 4.
Oktober 1999 - Montag
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| Nach einem Kaffee
und Schokokeksen auf dem Bett ging es wieder raus ins schwüle New Orleans.
Wir sind mit der Streetcar in den Garden District gefahren. Schon seit 1923 fährt diese olivgrüne Elektrische; doch schon seit 1835 gibt es Straßenbahnen in New Orleans. Kleingeld bereit halten, denn es wird nicht gewechselt. Der Garden District ist der ursprüngliche Siedlungsraum der aus den Nordstaaten eingewanderten Amerikaner. Zwischen 1840 und 1900 entwickelte sich dieser Teil von New Orleans zwischen der Magazine Street und der St. Charles Avenue und zwischen der Jackson Avenue und der Louisiana Avenue. Im Garden District liegt auch der Lafayette-Friedhof, der natürlich ganz oben auf unser Besichtigungsliste stand. Der Lafayette-Friedhof gilt im Gegensatz zu den berühmten Verwandten "St. Louis I" und "St. Louis II" als sicher (die Friedhofsszenen aus "Interview mit einem Vampir" wurden hier gedreht) . Friedhöfe haben eine eigene Bedeutung in New Orleans, denn der Tod wird hier wie folgt definiert: "Death is simple nature’s way of telling us to slow down". |
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New Orleans liegt unter dem Meeresspiegel. Bereits nach 1,5 m stößt man auf Grundwasser. Aus diesem Grund gibt es dort die überirdischen Gräber. Normalerweise existiert ein solches Grab nur ein Jahr. Dann wandern die sterblichen Überreste in einen Holzkasten, werden verbrannt, und ein neuer Toter rückt nach. Auf dem Rückweg zum Hotel sind wir u.a. im Hardrockcafe gewesen - damit Elke ihren Gitarrensticker kaufen konnte - und durch die vielen kleinen Geschäften gebummelt. In einem urigen Hamburger-Laden, dem Glover Gril, haben wir uns ein Sandwich geteilt. Die Portionen waren hier unglaublich groß, das reichte locker für zwei. Abends sind wir noch einmal losgezogen. Erst in die Cajun Cabin (ein Restaurant mit Live-Musik), dort haben wir Cocktails getrunken und eine Kleinigkeit gegessen. Es spielt eine Cajun Band. Wie sich das gehört mit Geige, Akkordeon und Waschbrett. Später sind wir in der Preservation Hall gelandet, ein legendärer Platz, der Pflege des traditionellen des Jazz gewidmet. Die langen Warteschlagen hielten uns natürlich nicht ab. Es hat sich wirklich gelohnt. Das war klasse. Es gab nur Jazz und sonst nichts. Keine Getränke (dürfen aber mitgebracht werden) und kaum Stühle. Fotografieren nur ohne Blitz. Aber toll war es trotzdem. Allerdings sollte man Jazz mögen, sonst kann es anstrengend werden. Tina hat es überlebt. |
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| 5.
Oktober 1999 - Dienstag
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| Wie schon in den
ersten Tagen sind wir um 7 Uhr aufgewacht. Wir wollten möglichst früh das
Auto holen, um der "Rushhour" zu entgehen. Aber erst mal ging es zum
Frühstücken ins berühmte "Cafe du Monde", das seit 1862 eine Institution in New Orleans ist. Hier
gibt es ausschließlich Beignets zum Kaffee, ein mit Puderzucker bestreutes
Gebäck. Bei strahlendem Sonnenschein aßen wir dann die heißen Krapfen, dick
mit Puderzucker bestreut und tranken leckeren Café au lait dazu! Das Auto zu holen war kein Problem, nur beim
rausfahren aus der Stadt haben
wir uns einmal verfahren. Aber das lag nur an der Baustelle - wirklich !
Dann ging es zu unserem ersten Ziel "Oak Alley" - "Grande Dame of the Great River Road" über die berühmte "Old River Road". Die Strasse schlängelt sich mit jeder Windung des Mississippi mit und verbindet viele wunderschöne Plantagen, die aber nicht alle besichtigt werden können. Wir hatten uns für drei Stück entschieden. Weiße Säulen, 28 mächtige Eichen: Die Oak Alley Plation kennt jeder aus zahlreichen Filmen, z.B. reitet Bratt Pitt in "Interview mit einem Vampir" diese Allee entlang. |
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| Das Haus wurde 1839
von einem reichen kreolischen Zuckerpflanzer westlich von New Orleans
errichtet. Die Eichen sind ca. 100 Jahre älter als das Haus !
Wir haben eine Führung im Haus mitgemacht, anschließend haben wir noch den berühmten Mint Julep probiert. Natürlich hat Elke als Fahrer nur genippt. Es war eine traumhafte Atmosphäre dort, man kam sich vor wie auf einer Zeitreise. Man saß in der Sonne, guckte über das herrliche Gelände und trank diesen leckeren Cocktail, der es wirklich in sich hatte. Das Personal, dass die Führungen macht, lief in historischen Kostümen herum." Danach fuhren wir weiter am Mississippi entlang zur "Nottoway Plantage - The White Castle".Die größte Plantagenvilla des Südens wurde 1859 fertig gestellt und war zu der Zeit eine der modernsten Häuser in dieser Gegend. Man hatte sogar fließend warmes und kaltes Wasser. John Hampden Randolph plante das Haus, seine Frau sorgte aber dafür, dass es während des Bürgerkrieges nicht von den Union Truppen zerstört wurde. Nur mit einem Dolch bewaffnet trat sie den Soldaten entgegen. |
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| Die Baupläne für den
Ballsaal sahen vor, dass der gesamte
Saal ganz in weiß gehalten sein sollte.
Eigentlich durfte man drinnen nicht fotografieren. :-)
Die authentische Türglocke aus Messing befindet sich noch an der Eingangstür. Ungefähr 2 Hektar Garten zwischen Haus und dem Mississippi sind seit der Erbauung des Hauses verloren gegangen, an der Struktur des Hauses wurde jedoch kaum etwas verändert. Gern hätten wir dort übernachtet. Aber bei einem Preis von ca. 200 $ pro Übernachtung sind wir nicht einmal ins Grübeln gekommen. Die dunkelgrünen Samtvorhänge im Studierzimmer sollen übrigens die Filmemacher von "Gone with the Wind" zu dem grünen "Vorhang-Kleid" von Scarlet inspiriert haben, in dem sie zu Rhett ins Gefängnis fuhr, um die Steuer für Tara zu erbetteln. Das ganze Anwesen ist ein Traum und beim nächsten Mal möchte ich hier gern einen ganzen Tag inkl. Übernachtung verbringen. Mittlerweile war es schon spät und wir sind über Baton Rouge wieder an New Orleans vorbei über die 10 East Richtung Florida gefahren. In Gonzales haben wir dann nach einem Motel Ausschau gehalten und ein "günstiges" Budget Inn" genommen. So sah es dann leider auch aus. Ab sofort sollten wir mehr Zeit zum Suchen von ordentlichen Motels einplanen. Als Gegenmaßnahme zu dem schrecklichen Zimmer haben wir erst einmal Poster von "ECHT" und den "Backstreet Boys" aufgehängt. Wir haben es uns wieder auf den Betten gemütlich gemacht und überlegten die Route für den nächsten Tag. |
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| 6.
Oktober 1999 - Mittwoch
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| Zum Frühstück gab
es süße Donuts und heißes Wasser aus der "Motel-Lobby". Das heiße
Wasser sollte der Kaffee sein. Wir mussten uns unbedingt im nächsten
Supermarkt mit ein paar Basics wie Kaffepulver etc. eindecken ! Dann haben wir
das Auto noch mal richtig beladen: Musik-Cassetten nach vorn, Wäsche und Bücher
nach ganz hinten, Automüllbeutel und Kühltaschen auf den Rücksitz. Dann
klappt das ein- und auspacken vielleicht besser und schneller ! Gegenüber vom
Motel war ein Super-Tanger-Outlet, das wir gleich gestürmt haben.
Hurra, unser erstes großes Einkaufcenter !
Nach unseren ersten Einkäufen sind wir zur "Houmas House Plantage" gefahren. Dieser Plantage sagt man die größte Authentizität nach. Die Dame, die uns rumführte war sehr bemüht, deutlich zu sprechen, damit wir alles verstanden. Sie freute sich sehr darüber, dass auch Gäste aus Deutschland da waren. Sie benutzte auch einmal das deutsche Wort "Kindergarten" und strahlte uns ganz stolz an. Wie überall im Süden sind die Menschen unheimlich gastfreundlich und höflich gegenüber den Touristen. Es war nicht viel los. Bei der Führung waren wir nur zu viert. Besonders gut hat uns die Küche gefallen, die teilweise sogar noch benutzt wird. |
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Wir fanden die Plantage so schön, dass wir dort eine längere Pause im Garten gemacht haben. Eine herrliche Ruhe war dort. Wir haben Postkarten geschrieben und es uns einfach gut gehen lassen. Dann sind wir durch New Orleans auf der 10 Richtung Pensacola gefahren. Unterwegs haben wir an der Grenze zum nächsten Bundesstaat Mississippi an der Touristen-Info angehalten und uns mit Motel-Gutscheinen eingedeckt. Über die Route 90 sind wir bis Gulfport gekommen. Unterwegs haben wir noch mal richtig eingekauft: Brot, Cream Cheese, Chips, Bier, Saft, Joghurt, Cornflakes, Kekse, Vitamine und natürlich Instant-Kaffee um den Motelkaffee ein bisschen aufzupeppen. Wir hatten eine Kühltasche, Plastikteller und Besteck aus Deutschland mitgebracht - so konnten wir uns unterwegs immer gut versorgen, ohne in teure Diners und Restaurants essen zu gehen. Als Kühlelemente benutzen wir eine Tupperdose, die wir immer mit dem kostenlosen Eis aus den Motels befüllten. In Gulfport hatten wir mehr Glück bei der Motelsuche. Es wurde ein Economy Inn für 41 $, mit riesigem Zimmer und Blick aufs Meer! |
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| 7.
Oktober 1999 - Donnerstag
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| Heute hatten wir
einen ruhiger Tag. Wir haben uns ein Hotel in Pensacola gesucht und
sind dann in das Naturschutzgebiet Santa Rosa Island gefahren. Dort waren wir
nur kurz am Strand, denn es war heiß und ziemlich stürmisch, so dass das
Baden verboten war. Aber es war trotzdem sehr schön. So einen weißen Strand
findet man nur in Florida.
Pensacola wäre fast die älteste Stadt Amerikas geworden, hätte ein Hurrikan sie nicht 1559 platt gemacht. Die Stadt wurde dann erst zwei Jahre später neu gegründet, somit gebührt St. Augustine die Bezeichnung älteste Stadt. Es war überall menschenleer, die riesigen Parkplätze ließen aber ahnen, wie voll es hier zu Hochsaison sein muss. Gegen Abend war dann im Motel poolen und sonnen angesagt. Das Motel war sehr neu und roch so stark nach frischer Farbe, dass Tina die ganze Nacht kein Auge zu gemacht hat und drauf und dran war, im Auto zu schlafen. |
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| 8.
Oktober 1999 - Freitag
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| Für diesen Tag war
längeres Fahren angesagt. Wir sind bei leichtem Regen so gegen 8 Uhr
losgefahren.
Zwischendurch haben wir in irgendeinem komischen kleinen Ort getankt und unsere Wäsche gewaschen (Anmerkung von Tina: Der komische Ort war ein Stadtteil von Tallahassee - die Hauptstadt von Florida). Beim waschen stellen wir mal wieder fest, dass unser englisch noch verbesserungswürdig ist. Das das "bleach" auf der vermeintlichen Waschmittelflaschen bleichen hieß, ist uns er nach dem Waschgang aufgegangen. Einige dunkle hatten jetzt ein hübsches Batikmuster. Dann sind wir gefahren, gefahren und gefahren. Um 16.30 Uhr waren wir in Valdosta. Von hier aus wollen wir dann am nächsten Tag in die Okefenokee Sümpfe fahren.
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